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Erörterung - Tipps und Beispiel Textgebundene Erörterung


23. Dezember 2007

Emilia Galotti Erörterung

Emilia Galotti Erörterung

 

Wer ist Schuld am Tod Emilias?

 

 Odoardo

  • hat die Tat ausgeführt

  • hat sehr strenge Moralvorstellungen und Emilia dazu erzogen, dass sie den Tod dem Verlust der Unschuld vorzieht

 Prinz + Marinelli

  • gab Marinelli freie Hand

  • wollte Emilia um jeden Preis (keine Rücksicht)

  • trennt sie von ihren Eltern + lässt sie nicht gehen

 Emilia

setzt den Vater unter Druck (erpresst ihn)

 

 

Emilias Tod- Sieg oder Niederlage?

 

Für Lessing: kein Sieg Moralvorstellungen, aber nicht Mensch bewahrt

 

Sieg

Niederlage

Für Emilia

 Tugend+ Reinheit bewahrt

Für Prinz

 Emilia nicht bekommen

Für Odoardo

 Tochter vor Prinz gerettet

Für Odoardo

 einzige Tochter verloren

Für Graf Appiani

 Emilia nicht an Prinz verloren

Für Marinelli

 Vertrauen des Prinzen verloren

 

 

Odoardos Gründe für den Mord

 

Verfassung:

  • hat Autorität als Familienoberhaupt verloren (keinerlei Einfluss auf Emilia)

  • Ruf der Familie schwer geschädigt

 

 Druck + Provokation durch Emilia

 Religion: Selbstmord =Sünde

 Geschichte von Virginia

 

Odoardos Moralvorstellungen

 

  • christliches- moralisches Bewusstsein

 Sittlichkeit

Triebverzicht

Gehorsam

Sex. Unschuld

Wahrhaftigkeit

Natürlichkeit

Frömmigkeit

Demut

 

  • Frau= Ehefrau + Mutter

Mann= Familienoberhaup

Höfische Welt (Bsp.: Prinz, Marinelli)

Bürgerliche Welt (Bsp.: Familie Galotti)

Mätressenwesen

(Klein-) Familie

Politische Heirat Sicherung der Macht +

Sicherung der Thronfolge

Autorität des Vaters (patriarchalische Struktur)

Durchsetzung privater Interessen

Privatheit/ Intimität

 Mittel der Abgrenzung

Hof: Macht- /Gewaltmonopol

Achtung auf guten Ruf

Laster

Triebentfaltung

Materialismus (Luxus, Prunk)

Willkür (Launen)

Zerstörung , Verstellung, Intrigen

Strenge Moralvorstellungen (Tugendkanon)

 Doppelcharakter

  • Prinzipien legitimieren das Bürgertum

  • Adelskritik

  • Selbstbewusstsein

  • Entwicklung eingeschränkt

  • Gutes Benehmen, sonst schlechter Ruf schweres Leben

 

Rückzug vom Hof (Landleben) Entziehung der Sphäre des Hofes

 

 

 

 

Biographie: Emilia Galotti

 

Alter: ca. 18 Jahre

Heimat: Guastalla

Wohnt mit ihrer Mutter zusammen, Vater wohnt auf dem Landgut Sabionetta

Gut bürgerliche Familie

Geplante Heirat mit Graf Appiani will gute Ehefrau/ Mutter sein

Munter, ehrlich, höflich, zurückhaltend

Sehr gläubig, unschuldig

 

 

 

 

Familienstruktur der Galottis

 

  • Familie lebt getrennt

 in der Stadt => anständige Erziehung, Mann von Rang und Namen

 

  • unterschiedliche Wertevorstellungen

 Mutter+ Tochter = Natürlichkeit, Intelligenz => Aufklärung!

 Vater = Angst um Verführbarkeit der Tochter, lässt keinen Raum zur Selbstbestimmung => weit von der Aufklärung entfernt

 

  • Ehe mit Appiani

 für Claudia = Lebensveränderung

 für Odoardo ändert sicht nicht viel, große Ehre solch einen Mann zum Schwiegersohn zu haben

 

  • Vater = Familienoberhaupt

Aber: Claudia widerspricht Zeichen der Aufklärung

Revolutionärer Schluss angedacht

 

  • Orsina droht mit Öffentlichkeit , Volk soll mobilisiert werden

- Bezug auf Virginia (Geschichte, die mit Volksaufstand gegen den Adel endet)

 

 

 

 

 

 

 

Textgebundene Erörterung

 

  1. Einleitung (Autor, Titel, Thema)

  2. Sachlich Gedanken des Autors wiedergeben indirekte Rede

  3. Bewertung der Schlüssigkeit der im text aufgebauten Begründung

  4. Begründete Zustimmung, Ablehnung oder weiterführende Problematisierung

 

 Textwiedergabe im Präsens

 Zitate

 Redewendungen z.B. der Autor behauptet, dass…

 

 

 

 

 

 

Konjunktiv in der indirekten Rede

 

Vorzeitig dieser habe sich gesorgt (Sing.)

Diese hätten sich gesorgt (Plur.)

 

Der Autor sagt Gleichzeitig dieser äußere Beschwerden

Diese äußerten Beschwerden

 

Nachzeitig es werde verschwinden

Sie würden verschwinden

Ganztagsschulen Erörterung

Ganztagsschulen Erörterung

Sind Ganztagsschulen sinnvoll?

 

Die aktuelle bildungspolitische Diskussion wird derzeit von einem Thema dominiert, nämlich die Einführung der Ganztagsschule. Angesichts der nicht nachlassenden Kritik des deutschen Bildungssystems vor dem Hintergrund des schlechten Abschneidens deutscher Schüler im internationalen Vergleich der PISA-Studie werden zunehmend Stimmen laut, die sich für eine Verkürzung der Schulzeit bis zum Abitur auf zwölf Jahre aussprechen.

 

Um zu einer sachlich ausgewogenen Entscheidung zu kommen, ist es wichtig, sich einmal mit den Vor- und Nachteilen einer Einführung der Ganztagsschule insbesondere an Gymnasien auseinanderzusetzen.

 

Die Motivation der Eltern dürfte durchaus von der primären Erwartungshaltung bestimmt sein, ob sie durch die Ganztagsschule mehr Entlastung und Freiheit zur Entfaltung der eigenen Lebens- und Arbeitszeit erhalten können. Hingegen dürften die Befürchtungen der betroffenen Schüler eher darin liegen, durch die Ausweitung der Schulzeit auf den ganzen Tag erhebliche Einschränkungen in der eigenen Freizeit zu erfahren. Außen vor geblieben sind bislang Aussagen von Seiten der betroffenen Lehrkräfte, die gleichfalls Anregungen zum Nachdenken geben könnten.

 

Eltern führen als positive Argumente an, dass Schüler von dazu befähigten Lehrern ganztägig pädagogisch betreut und beaufsichtigt werden, die dadurch eingehender die individuellen Fähigkeiten der Schüler entwickeln und Kinder mit Lernschwächen gezielt fördern können. In der Schule würden alle Lehr- und Lernmittel zur Verfügung stehen, so dass die Schüler mehr Möglichkeiten der Lern- und Arbeitstechnik nutzen könnten, was auch ein wichtiger Beitrag dazu sei, ihre Eigen- und Selbständigkeit individuell zu entwickeln. Die Ganztagesbetreuung wirke sich vor allem auf das Lernverhalten der Schüler fördernd aus, da im Klassenkontext ein sozialer Rahmen und Anreiz zur Leistung gegeben sei. Nicht zuletzt werde gewährleistet, dass in der Schule anders als zu Hause auch eine umfassende Hausaufgabenbetreuung erfolgt, was für die Schüler mit positiven Lerneffekten und für die Eltern mit einer spürbaren Entlastung verbunden sei.

 

Aus Sicht der Schüler steht primär die Zeit, die man in der Schule verbringt bzw. verbringen muss, im Focus der Betrachtung. Über den Vormittag hinaus werde in der Ganztagsschule auch der Mittag und Nachmittag durch die Schule verplant und geprägt. Durch den Ganztagesaufenthalt fühlten sich Schüler von früh bis spät organisiert und beaufsichtigt. Das in der Schule bleiben werde zum „Muss“, zum bleiben müssen, zum Zwangsaufenthalt. Schule werde als Aufbewahrungsstätte empfunden, wenn sich der Schüler ihr nicht mehr entziehen könne, wenn fünf Tage die Woche vom frühen Morgen bis späten Nachmittag kein Raum mehr für Erholung, Freizeit, Freundeskreise, Hobbies und Sport bleibe. In der Ganztagsschule würden Ausbildung und Lernen institutionalisiert und entsprächen nicht mehr dem persönlichen Lebensrhythmus.

An die Stelle von eigenständigem und häuslichem Lernen trete verordnetes und verschultes Lernen. Ein Mehr an Schule bringe einen Verlust an persönlicher Zeit für Ruhe, Erholung und insbesondere Alleinsein. Auch trage dies zu einer Entfremdung vom individuellen Leben bei.

 

Für Lehrer ergeben sich, was ganztägigen Schulaufenthalt mit entsprechenden Einschnitten im Freizeitbereich anbetrifft, durchaus ähnliche Auswirkungen wie bei den Schülern. Man könne nicht vormittags und nachmittags in gleicher Weise powern und Höchstleistung bringen. Bisher habe man sich nach der Schule erholen und für den neuen Tag vorbereiten können, was dann nicht mehr möglich sei. Im Hinblick auf die Notengebung werde es unausweichlich sein, zusätzlich zur Aufgabenbetreuung nachmittags weitere Hausaufgaben als Vorbereitung für Tests, Klassenarbeiten und Kursarbeiten aufzugeben. Zur Korrektur dieser Arbeiten würden zunehmend Abende und Wochenenden herangezogen werden müssen. Insgesamt würde das Engagement für den Lehrberuf und damit für die Ausbildung und Erziehung der Schüler leiden.

 

Im Familienleben der Schüler mit ihren Eltern, Geschwistern und Freunden zeigen sich Auswirkungen, die Veränderungen im emotionalen und sozialen Verhalten mit sich bringen. Von Eltern wird nicht ganz uneigennützig eine Verlagerung der Verantwortung für die Erziehung und Entwicklung der Kinder auf die Schule ins Feld geführt. Andererseits wird die höhere finanzielle Belastung der Eltern auch zu Einschnitten in anderen Bereichen z.B. im Freizeitbereich führen, was neben dem individuellen auch als materieller Verzicht und Verlust erfahren wird. Gemeinsame Freizeitgestaltung ist nur noch an Abenden oder am Wochenende möglich.

 

Im Ergebnis sind nach eingehender Betrachtung mehr kritische als befürwortende Argumente für die Einführung der Ganztagsschule anzuführen. Was bei den Überlegungen bisher noch wenig oder überhaupt nicht beachtet wird, ist die Frage einer generellen Reform der Schulpolitik. Die Beispiele von Finnland und anderen Ländern mit hohem pädagogischem Erfolg zeigen, dass eine gute Ausbildungsquote weniger von der Frage der Ganztagsschule abhängt als von einer individuellen Betreuung der Schüler und Entwicklung seiner persönlichen Befähigungen. Hier gibt es meines Erachtens noch viel Aufklärungsbedarf. Vor einem Schnellentschluss zur Einführung der Ganztagsschule sollte überlegt werden, das gesamte deutsche Schulsystem vom zu reformieren.

10. April 2007

Alle sterben, auch die Löffelstöre Kathrin Aehnlich Erörterung und Lösungen

Alle sterben, auch die Löffelstöre Kathrin Aehnlich dass ist die Pflichtlektüre für alle Realschüler in BW dieses Jahr doch was passiert in Alle sterben, auch die Löffelstöre Kathrin Aehnlich eigentlich? Alle sterben, auch die Löffelstöre hört sich erstmal komisch an, man fragt sich was sind Löffelstöre?

Buchbeschreibung Alle sterben, auch die Löffelstöre:

Dass eine Freundschaft aus Kindheitstagen weit bis ins Erwachsenenalter Bestand hat, zeigt uns Kathrin Aehnlich in diesem Buch, in welchem sie die Geschichte von Paul und Skarlet erzählt. Als Paul stirbt, beginnt die Erzählung dieser wunderbaren Freundschaft.

Immer wieder wandert die Autorin zwischen der Vergangenheit, in der wir das Kennenlernen und die Freundschaft der beiden Protagonisten beobachten dürfen, und der gegenwärtlichen Trauer um Paul hin und her.

Locker und leicht erzählt Kathrin Aehnlich von den Problemen in der Kindheit, den gemeinsamen Vorlieben, den Neckereien und Erlebnissen von Paul und Skarlet. Nie vergißt man allerdings beim Lesen, dass Paul bereits verstorben ist und so liest man die ab und zu sehr zum schmunzeln bringenden Anekdoten doch auch immer mit etwas Melancholie im Herzen.

Mit einer Leichtigkeit, Worte in Freundschaft zu verwandeln, hat die Autorin es geschafft, dass selbst dem Leser ein Gefühl der Freundschaft ins Herz wandert. Am Ende nimmt die Melancholie dann Überhand und ich glaube, es gibt kaum einen Leser, der nicht zum Taschentuch greifen müßte.

Eine wunderbare Geschichte über die Freundschaft, die tatsächlich mit dem Gedanken endet, dass alle sterben. Auch die Löffelstöre.

Alle sterben, auch die Löffelstöre!